Streetfighter
Der „Straßenkämpfer“ ist ein auffälliges Motorrad, das für Aggression und Schnelligkeit steht. Ab Werk gibt es diese Motorräder nicht zu kaufen. Das Wort "Streetfighter" bezeichnet lediglich eine besondere Art des Umbaus. Ziel dieses Umbaus ist dabei, ein möglichst ungewöhnliches und universelles Motorrad aus verschiedenen Teilen von teilweise unterschiedlichen Herstellern zusammenzubauen.
Der Legende nach war Ursprung der Streetfighter im Rennsport. Gestürzte Rennfahrer waren dazu übergegangen, die Verkleidungen ihrer Motorräder nicht mehr zu reparieren, sondern sie anstatt dessen einfach komplett zu entfernen. Zunächst nur in Großbritannien vorhanden, wurde das Streetfighter-Modell in Deutschland vor allem durch die Zeitschrift „Streetfighters“ bekannt, die den Namen übernahm und dabei half, eine Szene hierzulande aufzubauen.
Mittlerweile hat auch diese Szene „Unterszenen“, die sich daran erkennen lassen, wie die Motorräder umgebaut und lackiert sind. Aggressive Farben wie gelb und rot und die Farbe schwarz sind dabei bei allen dominierend. Außerdem fällt der Streetfighter durch breite Lenkerstanken, ein verkürztes Heck ohne Sitzmöglichkeit für den Beifahrer und wenig bis gar keine Verkleidung auf. Je nach Unterkategorie spielen noch mystische Elemente oder Tiere wie die Viper oder die Hornisse eine Rolle bei der Gestaltung des Bikes.
Viele dieser Elemente sind inzwischen auch in Serienmotorräder übergegangen, da sie den Motorrädern einen sportlichen und aggressiven Style verleihen. Die Szene selber identifiziert sich jedoch nicht mit diesen Motorrädern, sondern hauptsächlich durch Treffen und Clubs. Die Messen und großen Treffen sind meist gekoppelt mit Stuntshows und so genannten Burn Outs, in denen die Fahrer das Motorrad mit dem Hinterrad im Kreis drehen und dabei die Reifen quietschen und qualmen lässt. Die Streetfighter-Szene ist eine eingeschworene Gemeinde und so individuell wie ihre Motorräder.