« Für Anfänger und Wiedereinsteiger: Der Südwesten Deutschlands | Hauptseite | Streetfighter »

Chopper

Die Bezeichnungen für Motorradtypen entstammen meist dem Englischen. So ist auch das Wort „Chopper“ dem englischen „to chop“ entsprungen, welches so viel wie „abhacken“ bedeutet. Es deutet darauf hin, was die Chopper ursprünglich war: Ein Motorrad ohne jeden Schnickschnack.

In Kalifornien entstanden die ersten Chopper. Dort war dies die Bezeichnung für Motorräder, denen alles abmontiert war, was man nicht unbedingt zum Fahren benötigt. Aller Ballast wurde quasi weggeschraubt, so wie Beifahrersitze oder Teile der Verkleidung. Begonnen hat die Marke Harley Davidson, inzwischen bietet aber der Großteil der Motorrad-Produzenten ein Chopper-Modell an.

Richtig bekannt wurde dieser Typ eines Motorrads durch den Film „Easy Rider“, in denen die Hauptdarsteller auf Choppern durch die Vereinigten Staaten touren. Seit diesem Film aus dem Jahr 1969 hat sich der Gebrauch des Namens „Chopper“ auch auf Motorräder erweitert, die eine lange und hohe Vordergabel haben und somit auch einen verlängerten Radstand.

Früher noch als „Bastler-Biker“ gesehen, wird heutzutage eine Chopper schon ab Werk angeboten. Es braucht also keine umfangreichen Mechaniker-Kenntnisse mehr, um eine Chopper zu besitzen und zu fahren. Dies hat auch mit dem Imagewechsel dieses Motorrads zu tun. Stand die Chopper anfangs noch für harte Rocker-Gangs mit schweren Jungs, die einen Hang zur Gewalt und Kriminalität haben, sieht man heutzutage die unterschiedlichsten Menschen auf diesem Typ Motorrad. Die Entwicklung weg von einem Nischen-Motorrad hin zum Mainstream brachte die Hersteller dazu, Chopper als eigenen Motorrad-Typ auf dem Markt anzubieten. Den Höhepunkt erreichte die Chopper in den 80er Jahren, während der Absatz dieses Motorradtypes heutzutage wieder etwas nachlässt.

Kommentar schreiben

(Wenn Du auf dieser Site noch nie kommentiert hast, wird Dein Kommentar eventuell erst zeitverzögert freigeschaltet werden. Danke für Deine Geduld.)