« Mai 2008 | Hauptseite | Juli 2008 »

25.06.08

Tourer

Tourer sind Motorräder, die sich besonders dadurch auszeichnen, dass sie für längere Strecken geeignet sind. Sogar Reisen mit dem Motorrad lassen sich auf einem Tourer wunderbar machen. Dies liegt vor allem am hohen Komfort der Maschine.

Tourer: Bequeme Ausstattung

Tourer sind normalerweise mit einer großzügigen und ausladenden Verkleidung ausgestattet. Dies soll den Fahrer vor dem Fahrtwind schützen und ihn damit entlasten. Auch der etwas höhere Lenker, der sich von dem eines Streetfighters oder auch einer Geländemaschine wie der Enduro unterscheidet, trägt zu diesem Komfort bei, da der Fahrer automatisch eine bequemere Sitzposition einnimmt. Für den Sozius gibt es einen bequemen Sitz, auf dem er auch längere Strecken gut sitzen kann.

Tourer: Motor und Leistung

Da dieses Motorrad auf lange Strecken ausgelegt ist, hat der Motor des Tourers vor allem in der Durchzugskraft und nicht unbedingt bei der Höchstleistung seine Stärken. Der Motor ist langlebig, wenn er sich im niedrigen Bereich der Drehzahlen befindet. Also lange und gemütliche Strecken lassen die Freude an einem Tourer lange leben.

Die Technik des Tourer ist üblicherweise sehr wartungsarm. Man muss also nicht ständig am Bike herumschrauben oder es in die Werkstatt bringen, da vor allem auch der Verschleiß der Maschine nicht sehr hoch ist.

Tourer: Sportliche Version

Es gibt vom Tourer auch noch eine sportliche Version, die zwei Eigenschaften vereint: Der Sporttourer ist zum einen sehr alltagstauglich und für längere Strecken gedacht, aber er hat auch die Spritzigkeit eines Sportmotorrads.

Auch beim Sporttourer ist es üblich, dass es eine üppige Verkleidung gibt und einen einigermaßen komfortablen Sitz für den Sozius. Doch trotz der moderaten Sitzposition zeichnet sich vor allem der Motor als sportlich aus. Vor allem die offenen Versionen dieses Motorrads stehen hier den Supersportlern in nichts nach.

Nackenschutz für Motorräder

Noch ist ein Nackenschutz ein selten verwendetes Sicherheitsfeature bei den meisten Motorradfahrern. Auch wenn jeder Schutz die Liste der Ausrüstungsgegenstände verlängert und das unbeschwerte Fahren einschränkt, erhöht sich damit die Sicherheit.

Wenn vor wenigen Jahren ein Rückenprotektor nur von Rennfahrern getragen wurde, gehört er mittlerweile bei vielen Motorradfahrern zur Standardausrüstung. Auch ein ABS findet sich immer häufiger serienmäßig bei neuen Motorrädern. Ein Nackenschutz wird sollte also langfristig zur Schutzkleidung dazu gehören.

Die serienmäßigen Bremsbeläge müssen nicht die besten sein

Bremsbeläge sind teuer und - bei sportlicher Fahrweise - auch nicht besonders haltbar. Viele Original-Bremsbeläge sind deutlich teurer als die von anderen Anbietern.

Test haben ergeben, dass Bremsbeläge von anderen Herstellern oft genau so gut oder noch besser als die Original-Bremsbeläge funktionieren. Das Ansprechverhalten und die Dosierbarkeit können dabei von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein. Auf jeden Fall lohnt es sich, das Angebot zu vergleichen und nach Testberichten Ausschau zu halten.

17.06.08

Pocket Bike

Pocket Bikes haben vor allem ein Attribut: Sie sind klein. Langsam sind sie deswegen aber noch lange nicht. Normalerweise sind sie maximal 110cm x 50cm x 50cm groß und können je nach Ausstattung und Leistung bis 110 km/h erreichen.

Die Zweitakter haben einen Hubraum zwischen 39ccm und 110ccm und haben in dem meisten Fällen kein Schaltgetriebe. Gestartet wird das Pocket Bike mit einem Seilzugstarter, wobei man in letzter Zeit auch immer öfter Kick- und Elektrostarter sieht.

In ihrer Form ähneln die „Taschen-Motorräder“ oft großen Motorrädern. In Bauweise und Optik sind sie meist so exakte Miniformate der großen Motorräder, dass man sie auch als Replikate oder auch Replicas bezeichnet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Derzeit gibt es folgende Motorradtypen auch in kleinem Format: Naked Biked, Cruiser, Enduros oder Crossbikes, Chopper und Rennbikes.

Preislich bewegen sich die Pocket Bikes zwischen 130 und 500€, können aber je nach Bauart auch 1000€ kosten. Besonders preisgünstig sind die Modelle, die in China oder Taiwan hergestellt werden. Allerdings stimmt hier die Qualität oft nicht und es ist schwer, an Ersatzteile zu kommen. Hochwertige Pocket Bikes bekommt man hingegen bei den Herstellern Polini oder Blata.

Es gibt inzwischen auch schon Meisterschaften für Pocket Bikes. Die Wettkämpfe finden dabei meist auf großen, abgesperrten Parkplätzen oder auch auf Motorradrennstrecken statt. Der Wettkampfsport findet unter den Fahrern und Fans immer mehr Anklang, weshalb es auch schon internationale Wettbewerbe gibt.

Das Pocket Bike ist ein Spielzeug bzw. ein Sportgerät und darf in den meisten Fällen nicht im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden. Für das Fahren der kleinen Motorräder gibt es speziell abgesperrte Strecken und Plätze, auf denen man sich austoben kann. Natürlich gibt es inzwischen auch Modelle, die für den Verkehr zu gelassen sind. Dennoch ist es nicht zu empfehlen, mit diesem kleinen Motorrad zwischen Autos und LKWs umherzudüsen.

10.06.08

Allrounder

Das Wort Allrounder zeigt eigentlich schon, worum es geht: Um jemand oder etwas, das Talente und Fähigkeiten in mehreren Bereichen besitzt. Als Allrounder wird in der Motorradwelt ein Motorrad bezeichnet, das zum einen im Alltag durch Komfort und Sicherheit besticht, aber dennoch kein bisschen Fahrspaß einbüßt.

Allrounder: Ein bisschen Tourer steckt darin

Meist besitzt ein Allrounder die Eigenschaften eines Tourers: Bequeme Sitzposition mit Soziussitz, viel Verkleidung als Schutz vor dem Fahrtwind und ein handliches Fahrwerk. Auch auf einem Allrounder kann man wie mit einem Tourer durch das bequeme Sitzen längere Strecken zurücklegen und daher eignet sich dieses Motorrad gut für eine Reise oder für Touren.

Allrounder: Spritzigkeit eines Sportmotorrades

Der Motor eines Allrounders ist zwar vor allem darauf ausgelegt, in allen Drehzahlbereichen das ausreichende Drehmoment zu erreichen und somit einen robusten Motor für Touren und längere Strecken zu bieten, dennoch bleibt der Fahrspaß dabei nicht auf der Strecke. So wird beim Bau eines Allrounders darauf geachtet, dass diese Maschine wie ein Sportmotorrad auch auf Rennstrecken eingesetzt werden kann. Etwas behäbiger sind diese Maschinen auf der Rennstrecke im Gegensatz zu den Sportmotorrädern schon. Doch das entsprechende Fahrwerk und vor allem die Bremsen hindern den Fahrer eines Allrounders nicht daran, seine Maschine auch einmal auf einer Rennstrecke auszufahren.

Die Kategorie des Allrounders ist jedoch sehr fließend und oftmals werden Motorräder, die nicht eindeutig in eine Kategorie passen, den Allroundern zugeordnet.

04.06.08

Alpenpässe am Stück

Die meisten und schönsten Pässe hintereinander findet, wer grob gesagt vom Genfer See an die Côte d’Azur fährt und dabei die großen Straßen meidet.

Die Route des Grandes Alpes ist auf jeder besseren Karte eingezeichnet und schnürt 16 Hochalpen-Pässe hintereinander auf. Mit wenigen Schlenkern nach links und rechts kann man bei Hin- und Rückfahrt leicht an die 100 Passüberquerungen zusammen bekommen. Darunter sind dann all die berühmten Pässe wie der Col de I'Iseran, mit 2770 m der höchste Straßenpass der Alpen.
Besonderen Spaß macht es, die Route der Tour de France abzufahren, deren Etappen man dabei durchkreuzt. Für ein Motorrad bietet diese Strecke paradiesische Verhältnisse: Unendlich viele Kurven bei schönster Aussicht. Mit etwas Glück kann man auch außerhalb der Schulferienzeiten unterwegs sein und so Wohnmobile und ähnliche Hindernisse vermeiden. Hauptsache, die Pässe sind schneefrei und geöffnet.

Mit Sozius unterwegs

Wer normalerweise alleine auf dem Motorrad unterwegs ist, sollte bei längeren Touren mit einem Sozius hinter sich auf der Sitzbank den Luftdruck der Reifen und die Federspannung dem zusätzlichen Gewicht anpassen. Zu wenig Luft und zu weiche Federung sorgen für schwammiges Fahrverhalten.

Außerdem kann man mit dem richtigen Luftdruck auch höheren Reifenverschleiß und Benzinverbrauch bekämpfen. Dabei sollte der Luftdruck mit kaltem Reifen, also nicht erst nach einigen Kilometern Fahrt, gemessen werden. Und wer das hintere Federbein deutlich straffer einstellt, sollte auch die Dämpfung der Vorderradgabel anpassen. Im Zweifelsfall hilft dabei der freundliche Händler.