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26.09.08

Bremsflüssigkeit

Wer gerne schnell fährt, sollte sich vergewissern, dass seine Bremsen gut funktionieren und nicht im entscheidenden Moment versagen. Dabei gibt es jedoch Unterschiede bei den Bauarten Trommel- und Scheibenbremsen. Besondere Vorsicht gilt beim Austausch der Bremsflüssigkeit.

Bis in die 70er Jahre bauten Hersteller von Motorrädern hauptsächlich Trommelbremsen ein. Honda war der erste Hersteller, der Scheibenbremsen einführte, was sich heute zu der dominierenden Bauart zumindest im Vorderrad entwickelt hat. Bei Mittelklassemotorrädern wie Choppern beschränkt man sich jedoch aus Kostengründen meist auf eine Scheibenbremse im Vorder- und eine Trommelbremse im Hinterrad.

Damit die Bremsanlage einwandfrei funktioniert, sollte die Bremsflüssigkeit regelmäßig ausgetauscht werden. Hier raten Experten zu einem Wechsel einmal pro Jahr oder nach 20 000 Kilometern.

Normen der Bremsflüssigkeit

Wer die Bremsflüssigkeit selbst austauschen möchte, sollte sich zunächst einmal erkundigen, welche Bremsflüssigkeit er für sein Motorrad brauch. Bremsflüssigkeiten sind nach SAE oder DOT-Klassen spezifiziert. Diese Normen schreiben die Trocken- und Nasssiedepunkte vor, die stets ausreichend hoch sein müssen. Denn bei der Bremsung erwärmt sich die Flüssigkeit. Wird der Siedepunkt überschritten, können sich Blasen bilden und die Bremse fällt aus.

Die Bremsflüssigkeiten können teilweise untereinander gemischt werden, da sie die selbe Basis haben. Bevor man dies tut, sollte man sich aber genau danach erkundigen, welche Klassen vermischt werden können und welche nicht.

Wechseln der Bremsflüssigkeit

Generell sollten nur sehr erfahrene Schrauber die Bremsflüssigkeit wechseln, da ein Eingriff in die Bremsanlage auch ein Eingriff in die eigene Sicherheit ist. Wer hier nichts riskieren möchte, sollte sich an eine Werkstatt wenden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum genauen Auswechseln der Bremsflüssigkeit kann man beim Kauf der Bremsflüssigkeit bekommen, an die man sich genauestens halten sollte.

Wichtig ist das Lüften. Falls Luft in das hydraulische System geraten ist, muss die Bremsanlage entlüftet werden. Beim Entsorgen von alter Bremsflüssigkeit sollte man unbedingt darauf achten, dass diese Sondermüll ist und nicht mit Altöl vermischt werden darf.

09.09.08

Nicht nur auf den Rückspiegel verlassen!

Auch der Rückspiegel eines Motorrads hat einen toten Winkel, in dem ein kompletter PKW verschwinden kann. Deshalb sollten Motorradfahrer vor dem Spurwechsel in unübersichtlichen Situationen auch regelmäßig den guten alten Schulterblick einsetzen,

um wie damals in der Fahrschule sicher sein zu können, dass Platz genug für Ross und Reiter vorhanden sind. Die Angst vor dem Augenblick, in dem das Motorrad dann nach vorne fährt, während der Fahrer nach hinten guckt, wird kleiner, je langsamer man unterwegs ist...

Neue Motorradkleidung im Winter kaufen

Wer jetzt gegen Ende der Saison neue Motorradkleidung kaufen möchte, sollte sich lieber noch ein wenig gedulden. Im Winter purzeln die Preise bei den meisten Anbietern und es kommt zu regelrechten Ausverkaufs-Aktionen.

Also lieber jetzt informieren und anprobieren, zuhause Tee trinken und im Januar oder Februar mit unsittlichen Angeboten zum Händler gehen, um Markenware deutlich günstiger als während der Saison kaufen zu können.

03.09.08

Reifenreinigung mit Hochdruckgeräten

Reifen kann man auf viele Arten reinigen: Mit Schwamm und Bürste, mit einem Gartenschlauch oder auch mit einem Hochdruckgerät. Doch vor allem im letzteren Fall sollte man vorsichtig sein, denn diese Art der Reifenreinigung birgt Gefahren.

Der Wasserstrahl, der aus dem Hochdruckreiniger kommt, hat so viel Kraft, dass es zu Schäden an den Reifen kommen kann, wenn man dem Reifen selbst mit dem Wasserstrahl zu nahe kommt. Durch den hohen Druck des Strahls erwärmt sich das Reifenmaterial, so dass es zu einer Blasenbildung kommen kann. Diese wiederum führen dazu, dass der Reifen platzen kann. Dadurch entstehen gefährlich bis tödliche Unfälle.

Daher sollte man sich an folgende Regeln halten:

Abstand wahren

Der Abstand zwischen dem Ende der Wasserdüse am Ende des Reinigungsstabes und dem Reifen sollte mindestens zwanzig Zentimeter betragen.

Breite Düse

Je breiter die Düse ist, umso eine größere Oberfläche bietet sie. Es entsteht weniger Druck auf den Reifen und die Gefahr der Erwärmung wird verringert.

Strahl bewegen

Auch bei hartnäckiger Beschmutzung sollte man den Reinigungsstab immer bewegen, so dass der Wasserstrahl nicht nur auf einen einzelnen Punkt trifft.

Ein erstes Merkmal, ob ein Reifen bereits beschädigt ist, gibt es auch. Sollte der Reifen an Stellen, die eigentlich nass glänzen sollten, weil sie frisch mit Wasser bespritzt wurden, sofort wieder abtrocknen, besteht die Gefahr, dass sich hier bereits ein Schatten gebildet hat. So nennt der Experte die Stellen, die bereits durch den Hochdruckreiniger beschädigt wurden. Ein weiteres Anzeichen sind kleine Blasen an der Reifenflanke. Sollte eines dieser Anzeichen auftauchen, muss der Reifen unbedingt ausgetauscht werden, da er sich nicht mehr reparieren lässt.